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Gemeinschaftspraxis für ganzheitliche Medizin

Dr. med. Wolfgang Schwalbach

Dr. med. Reza Azim Zadeh

 

Ozontherapie

Liebe Patientin, lieber Patient!
Ozon
Bereits im ersten Weltkrieg wurde Ozon zur Behandlung infizierter Wunden eingesetzt. Eine Indikation, die sich bis heute behaupten konnte.
Daneben wurde über durchblutungs-und granulationsfördernde Reaktionen berichtet.
Erst in den späten 70er Jahren wurden die doch recht spezifischen biochemischen Eigenschaften des Ozons aufgeklärt und ein Verständnis für die Wirkungsmechanismen entwickelt.

Wirkung
Bei dieser Behandlungsmethode geht es weniger um Sofortwirkung. Vielmehr treten durch eine „Reizkörper“-Wirkung nach Ozon-Sauerstoff-Behandlung positive Langzeiteffekte auf wie eine Verbesserung der Sauerstoffausnutzung im Gewebe.
Durch Stimulierung der mitochondrialen Atmungskette, Anstieg des ATP und 2,3-DPG im Erythrozyten durch Aktivierung der Glykolyse und des Hexosemonophosphat-Shunts, eine Erhöhung der Sauerstoffaus-nutzung im Blut (arterio-venösen Sauerstoff-differenz), eine Rechtsverschiebung der Sauerstoffbindungskurve am Hämoglobin (führt zu einer besseren Sauerstoffabgabe im schlecht durchbluteten Gewebe) und eine Verbesserung der Fließeigenschaft des Blutes). Dies führt zu einer besseren Durchblutung peripher und zentral.
Eine immunstimulierende Wirkung zeigt sich in der Freisetzung von Zytokinen (Interferon (IFN-a,-ß,-g), Interleukinen (des Typs IL 1ß,2,4,6,8,10), des Tumornekrose-faktor (TNF-a), des Granulozyten-Makro-phagen-Kolonie-stimulierenden Faktors GM-CSF und dem Wachstumsfaktor TGF-ß1. Adaptation an ein oxidatives Streßgeschehen, hervorgerufen durch einige enzymtische Antioxidantien.
Weitere positive Wirkungen werden durch eine Freisetzung von Eicosanoiden, Hämato-petin und vasoaktiver und trophischer Faktoren (z.B. TGFß1) erzielt.
Bei in vitro-Versuchen fanden sich synergistische Wirkungen von Ozon mit Zytostatika bei der Behandlung von Brust- und Darmkrebs.
Ferner wurde eine Verbesserung der Stimmungslage beobachtet, vermutlich durch bisher noch nicht nachgewiesene Neurotransmitterausschüttungen.

Methodik
Große Ozon-Sauerstoff-Eigenbluttherapie
Dabei wird dem Patienten ca. 50 bis 100 ml venöses Blut entnommen. In einem sterilen geschlossenen druckfreien System wird das Blut mit einem streng definierten und photometrisch kontrollierten Ozon-Sauerstoff-Gemisch durchströmt. Dabei reagiert das Ozon in Sekundenschnelle mit dem Blut, während der Sauerstoff sich oberhalb des Flüssigkeitspegels ansammelt. Somit gelangt kein einziges Ozonmolekül, aber auch kein Sauerstoffmolekül zurück in den Blutkreis-lauf, sondern nur die Reaktionsprodukte zwischen Ozon und den zellulären Bestandteilen des Blutes.
Kleine Ozon-Sauerstoff-Eigenbluttherapie
Hierbei werden 5 ml venöses Blut mit 25 ml des definierten Ozon-Sauerstoff-Gemisches behandelt. Danach werden die 5 ml Eigenblut intramuskulär injeziert.
Rektale Ozon-Sauerstoff-Insufflation
Die rektale Anwendung ist eine der ältesten Applikationsformen der Ozontherapie. Die Anwendung erfolgt bei entzündlichen Darmerkrankungen oder als Alternative zur großen Ozon-Eigenbluttherapie z.B. bei Kindern. Dabei wird abhängig vom Krankheitsbild eine definierte Menge Ozon-Sauerstoffgemisch rektal appliziert.
Lokale Ozon-Sauerstoff-Anwendung
Lokal angewendetes Ozon-Sauerstoffgemisch oder Ozonwasser werden wegen der desinfizierenden, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaft bei akuten und chronischen Verletzungen mit oder ohne Infekten eingesetzt.
Anwendungsgebiete und Behandlungshäufigkeit
Große Ozon-Sauerstoff-Eigenbluttherapie:

Zu Beginn drei Behandlungen innerhalb von zwei Wochen. Erhaltungstherapie einmal im Monat bei
peripheren und zentralen Durchblutungsstörungen (AVK, KHK, cerebrale Durchblutungsstörung, Durchblutungsstörung des Innenohrs, Tinnitus, Hörsturz, Makuladegeneration der Netzhaut...), Immunaktivierung, Chronischen Infektionen: Hepatitis, Herpes, Zytomegalie-, EBV- und Papillomavirusinfektionen Alterungsprozessen, Verbrennungen, Chemo- oder Strahlentherapie, Zusatztherapie bei Krebspatienten Erkrankungen vom rheumatischen Formenkreis, Chronisches Müdigkeitssyndrom.Rektale Ozon-Sauerstoff-Insufflation: Zu Beginn ein- bis zweimal pro Woche, dann einmal im Monat bei
Colitis, Proktitis, Analfisteln Kindern als Alternative zur Eigenbluttherapie.Kleine Ozon-Sauerstoff-Eigenbluttherapie:
Behandlungshäufigkeit zu Beginn einmal pro Woche, dann einmal im Monat bei
Allergien Hautkrankheiten, chron. Ekzemen, unspezifischer Immunaktivierung.Lokale Ozon-Sauerstoff-Anwendung:
Behandlungshäufigkeit richtet sich nach Schwere der Erkrankung. Indikationen:
Diabetische Gangrän, Ulcera, Decubitus Wundheilungsstörungen
Behandlungskosten
Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte.